Auf dieser Seite stehen Informationen über die Begriffe „Barriere“ und „barrierefrei“/ „Barrierefreiheit“ für dich bereit. Außerdem gibt es eine Liste mit barrierefreien Häusern in der Region. So kannst du z. B. auch Kindern und Jugendlichen, die im Rollstuhl sitzen, eine Teilnahme ermöglichen:

„Barrieren“

Barrieren sind vielfältig. Es gibt umweltbedingte und gestalterische Barrieren1, rechtliche2 und finanzielle3 Barrieren sowie Barrieren aufgrund der Einstellung und des Verhaltens4. Hier einige Beispiele:

  • Umweltbedingte Barrieren: eine Bordsteinkante, ein fehlendes Geländer, eine schwere Tür, eine Treppe, eine fehlende Induktionsschleife, ein sehr schmaler Weg, Busse und Bahnen mit Treppenstufen, Räume und Plätze ohne Orientierungshilfen, eine fehlende oder schlechte Busanbindung, lange Wege
  • Gestalterische Barrieren: eine kleine Schrift, eine andere Sprache, eine fehlende akustische Wiedergabe, fehlende farbliche Kontraste
  • Rechtliche Barrieren: komplizierte Sprache, fehlendes Wissen
  • Finanzielle Barrieren: hohe Preise für Hilfsmittel
  • Barrieren aufgrund der Einstellung und des Verhaltens: fehlendes (Fach-)Wissen, negative Erfahrungen, Ängste, ein abweisendes Verhalten, Abhängigkeit schaffen

„Barrierefreiheit“

Das BGG (Behindertengleichstellungsgesetz) versteht unter Barrierefreiheit folgendes: „Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind“ 5 . Diese Definition ist sehr eng gefasst und bezieht sich ausschließlich auf Menschen mit Behinderung. Im weiteren Sinne bezieht sich das Prinzip der Barrierefreiheit aber auf alle Menschen. „Dieses weitergehende und eigentliche Verständnis von Barrierefreiheit unterscheidet gar nicht mehr zwischen einzelnen Personengruppen. Die Umwelt soll so gestaltet sein, dass sie die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigt. Keine Personengruppe soll aufgrund einer bestimmten Gestaltung von der Nutzung ausgeschlossen werden“6. In der UN-Behindertenrechtskonvention wird „Barrierefreiheit“ einerseits als „gleichberechtigter Zugang“ und andererseits als „volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft“ beschrieben. Das heißt, dass alle Bereiche, die für die Nutzung der Allgemeinheit bestimmt sind, für ALLE Menschen zugänglich sind. Zu den Bereichen gehören die physische Umwelt, die Bereiche Beförderung, Information und Kommunikation sowie sonstige Einrichtungen und Dienste, die der Öffentlichkeit offen stehen oder für sie bereit gestellt werden. Eine Barrierefreiheit dieser Bereiche liegt dann vor, wenn diese „ohne besondere Erschwernis“ und selbständig, also „grundsätzlich ohne fremde Hilfe“ genutzt werden können.

1Vgl. BGG
2Vgl. Art. 30 Abs. 3 UN-BRK
3Vgl. Art. 20 b), 21 a), 28 Abs. 2 a) UN-BRK
4Vgl. Präambel UN-BRK
5BGG, § 4
6BKB Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit e. V.

Liste mit (teilweise) rollstuhlgerechten Häusern

Im Service-Bereich der Homepage liegt in der Rubrik "Downloads" eine Liste mit (teilweise) rollstuhlgerechten Häusern für dich bereit. So kannst du auch Pfadfindern und Pfadfinderinnen die im Rollstuhl sitzen eine Teilnahme an Wochenenden und Freizeiten ermöglichen. Inwiefern die Häuser mit Blindenleitsystemen und Induktiven Höranlagen ausgestattet sind, ist bei Bedarf zu erfragen. Ein Anruf bei der entsprechenden Kontaktperson ist außerdem immer empfehlenswert. 

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