Pfadfinder und Spiritualität...

Eine tragende Säule der DPSG ist die Verwurzelung im (katholischen) Glauben. Darum sagt schon der Gründer der Pfadfinderbewegung, Lord Robert Baden Powell: "Niemand ist sehr gut, wenn er nicht an Gott glaubt und seine Gesetze hält. Deshalb muß jeder Pfadfinder eine Religion haben."

Pfadfinderische Spiritualität erstreckt sich daher auch über das gesamte pfadfinderische Leben! In der Gruppenstunde, bei Treffen in der Runde oder Meute, auf Großveranstaltungen und Lagern und auch für sich alleine soll es dem Pfadfinder* ermöglicht werden, seine* eigene Spiritualität zu entdecken. Hierzu braucht der Pfadfinder* jedoch Leitende*, die als Zeugen des Glaubens ihre eigene Spiritualität entdeckt haben und diese zur Sprache bringen können. 

Gemäß der pfadfinderischen Regeln "Look at the child" und "Learning by doing" sollen Kinder* und Jugendliche* auf ihre je eigene Art ihren Glauben entdecken und leben lernen, ohne in Zwänge und Vorschriften eingeengt zu werden. 

Das Kirchenbild der DPSG nimmt daher auch Rücksicht auf die pfadfinderischen Erlebnisräume und entschlüsselt hierin die spirituellen Dimensionen der Pfadfinderei. 

Kuraten* in den Stämmen - seien es hauptamtliche pastorale oder ehrenamtliche speziell ausgebildete Mitarbeiter* - sowie geschulte Leitende* begleiten dabei Kinder* und Jugendliche* auf ihrem Weg zu einer eigenen, selbstverantworteten Spiritualität und Glaubensausübung.

 

Friedenslicht aus Betlehem

Seit über zwanzig Jahren beteiligen sich Pfadfinder* an der Aktion „Friedenslicht aus Betlehem“. Das Friedenslicht wird jedes Jahr am Samstag vor dem 3. Advent  in Wien von Pfadfinder* der vier weltweit anerkannten Verbände, dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), der Deutschen Pfadfinderschaft  St. Georg (DPSG), der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG),  des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) und des Verbandes der Deutschen Altpfadfindergilden (VDAPG) abgeholt.

Am 3. Adventssonntag wird das Licht dann in einer zentralen Aussendungsfeier in Würzburg an Pfadfinderstämme* und Gemeinden aus der gesamten Diözese weitergegeben. Das Licht weiter zu schenken, ist ein kleines Zeichen des Friedens. Dieses Symbol verdeutlicht, dass Frieden ein Geschenk ist und viele kleine Schritte Frieden möglich machen. Herzlich laden wir Sie/dich dazu ein, sich aktiv an der Friedenslicht-Aktion zu beteiligen. 

Wohin nun also mit diesem Friedenslicht?

Werde doch in diesem Advent in deinem Stamm, mit der Firmlingsgruppe in deiner Gemeinde, als Familienkreis in deinem Ort kreativ und schau dich mal um, wer sich über dieses Licht und seine Botschaft am meisten freuen würde!

Da können sein:

  • Kinder* im Kindergarten, die sich im Advent schon sehr auf Weihnachten und das „Christkind“ freuen...

  • Jugendliche* im Offenen Treff, die mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen...

  • Senioren* im Altersheim, die gerne mal wieder jemandem etwas erzählen würden...

  • kranke Menschen* im Krankenhaus, die ein Hoffnungslicht brauchen...

  • einsame Menschen* in Hochhaussiedlungen, die keine Kontakte haben...

  • Menschen* im Gefängnis, die von Gottes neuer, „befreiender“ Botschaft noch nichts gehört haben...

  • Menschen* mit Behinderung in Einrichtungen für Menschen* mit Behinderung, die sich über jeden Kontakt freuen...

 und dann...

... dann gehe zu ihnen, unterhalte dich mit ihnen, spielt, malt, bastelt, singt Advents- und Weihnachtslieder, stelle Fragen, interessiere dich, plane einen „lebendigen Adventskalender“ in der Gemeinde, jeden Tag an einem anderen Ort, gestalte einen Adventsgottesdienst oder eine Rorate mit,...

...und überall, wo du hinkommst, wo du bist, nehme das Licht mit und gib es weiter!

...und hinterher: schicke uns gerne Bilder und berichte uns von deiner/deinen Aktion/en, und schau einmal, was sich in deiner Gemeinde verändert...